Wir -  ein inklusives Theaterprojekt

Was ist WIR für ein Projekt?

WIR – Drei Buchstaben, die in prägnanter Form ausdrücken, worum es beim Thema Inklusion geht: Gemeinschaft erleben und fördern - miteinander leben und lernen -  gemeinsam aktiv Gesellschaft gestalten.

Kinder aus dem Kindergarten der Lebenshilfe und Schüler und Schülerinnen der Grundschule Pestalozzistraße nehmen gemeinsam an diesem inklusiven Theaterprojekt teil, das vom Spielraum TPZ. -Theaterpädagogisches Zentrum für Braunschweig und die Region e.V. durchgeführt wird. Abschließen wird das Projekt mit einer Präsentation im LOT-Theater Braunschweig. 

Die Kinder zwischen 5 und 8 Jahren werden sich über die Kunstform Theater mit dem Thema „WIR als Gemeinschaft“ auseinander setzen.
Die Dauer des Pilotprojektes ist für einen Zeitraum von einem Schulhalbjahr konzipiert. Es soll der Startschuss für eine längerfristige Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen sein und dient als Konzeptions- und Erfahrungsgrundlage für ein größeres gemeinsames Projekt. Eine engmaschige Abstimmung zwischen allen Beteiligten ist vorgesehen.

Das Pilotprojekt startet im zweiten Schulhalbjahr des Schuljahres 2015/2016 (Februar 2016).

Welche Ideen und Ziele stecken hinter dem Wort WIR?

Das WIR wird in diesem Projekt auf verschiedenen Ebenen begriffen und die Gemeinsamkeit soll auf diesen Ebenen erfahren und gelebt werden.

  • WIR im räumlichen Sinne:
    Der Kindergarten und die Schule liegen fußnah. Es gibt also ein sozialräumliches WIR, welches im Projekt aufgebaut werden soll.
  • WIR als Bildungseinrichtungen:
    Das Thema Inklusion stellt insbesondere Schulen vor eine große Herausforderung. In diesem Projekt sollen zwischen den Institutionen Wege miteinander geebnet werden, um tragfähige Strukturen zwischen den Einrichtungen aufzubauen und ganz praktisch zu erleben, wie Inklusion gelingen kann. Ziel ist es, langfristig eine tragfähige Kooperation zwischen beiden Institutionen aufzubauen.
  • WIR als Altersgruppe:
    Übergang Kindergarten-Schule. Die aus dem Kindergarten beteiligten Kinder werden jene sein, die im kommenden Jahr in die Schule gehen werden. Die Kinder der Grundschule sind bereits „alte Hasen“. Im Projekt kommen die Kinder des Kindergartens zu den gemeinsamen Proben in die Schule und schnuppern so schon einmal ins „Schulleben“ hinein. Ebenso werden die Schülerinnen und Schüler und Schüler den Kindergarten besuchen und erkunden.
  • WIR – das ist auch jedes einzelne Kind:
    Was macht mich aus? Welche besonderen Fähigkeiten habe ich? Was unterscheidet mich von den anderen? Wie können wir diese Unterschiedlichkeiten im Prozess miteinander nutzen und leben und gleichberechtigt gestalten?

Theater bietet, wie kaum eine andere Kunstform, die Möglichkeit, Räume zu öffnen - für neue Erfahrungen, die eigene Sichtweisen stark verändern, ja sogar auf den Kopf stellen können. Einschränkungen im „normalen Leben“ können hier zu einer Besonderheit auf der Bühne werden, vielleicht sogar zu einer tragenden Säule im Stück.
In unserer Fantasie ist alles möglich und genau dazu lädt Theater ein. Im Ensemble sind alle aufeinander angewiesen. Ein gutes Gesamtergebnis gelingt dann, wenn sich alle aufeinander verlassen können, wenn Vertrauen entsteht, man sich unterstützt und jeder seine Rolle ernst nimmt. Und hier liegen auch große Stolpersteine, die zu Geschenken werden, wenn man sie als Lernchancen nutzt.

Wie gehen WIR vor?

Um alle Beteiligten gut einzubinden, ist die Theaterarbeit stark prozessorientiert ausgerichtet, damit am Ende tatsächlich etwas gemeinsam Geschaffenes entsteht.
Zu Beginn liegt der Fokus auf dem Kennenlernen und dem Ausprobieren verschiedener Theatermethoden und Techniken. Es geht um grundlegende Techniken des Bewegungstheaters, wie Körper-, Partner- und Wahrnehmungsübungen. Die Kinder erleben sich so selbst als Gestalter und Akteure in der Entwicklung ästhetischer Produkte. Die Kinder bekommen die Gelegenheit, vielfältige Möglichkeiten des Theaters und der Kunst kennenzulernen und auszuprobieren. Mit welchen Medien und Theaterformen letztlich für die Aufführung selbst gearbeitet wird, entscheidet sich in der Anfangsphase des Projektes.

Innerhalb des Projektes wird es Phasen geben, in denen jede Gruppe für sich arbeitet, aber auch Phasen, in denen die 2 Gruppen gemeinsam proben. Am Ende steht die gemeinsame Bühnenpräsentation.

Wer nimmt wann und wo teil?

Aus dem Kindergarten wird es eine Gruppe von 6-8 interessierten Kindern sein, die im kommenden Schuljahr den Übergang in die Schule vollziehen.
Aus der Schule wird es eine Gruppe von 8-10 interessierten Kindern sein, die aus den Klassen der Jahrgangsstufen 2 und 3 kommen.

Geplant sind einmal wöchentlich Proben (Theater-Club) von je 90 Minuten (2 Unterrichtsstunden), die im Zeitfenster des offenen Ganztagsunterricht der Schule liegen (Donnerstag von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr). Zusätzlich wird es Blockproben geben, die vormittags bis einschließlich des Mittagsessens liegen. Die Theaterclubproben und die Blockproben finden meistens im Gebäude der Schule, und nach Absprache im Kindergarten oder im LOT-Theater statt.

Wer führt das Projekt durch und wer leitet es?

Das Projekt wird geleitet von zwei Theaterpädagoginnen des Spielraum TPZ. - Theaterpädagogisches Zentrum für Braunschweig und die Region e.V.. Zusätzlich werden die Kinder seitens der Lebenshilfe und der Schule begleitet und betreut.

Projektleitung und Ansprechpartnerin des Spielraum TPZ.:Logo des Spielraum-TPZ
Sandra Masemann - Theaterpädagogische Leitung
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Telefon: 0531- 61834500

www.tpz-bs.de

Ansprechpartner Kindergarten Lebenshilfe:
Leiter Martin Hippe
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Tel. 0531/ 4719480

 

Ansprechpartnerin Grund- und Hauptschule Pestalozzistraße:

Rektorin Angelika Beinroth
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Tel. 0531/ 2082430
www.pestalozzischule-braunschweig.de

Wie ist das Projekt finanziert?Logo der Stiftung Erich Mundstock

Möglich wird dieses Projekt durch Fördergelder. Wir danken ganz herzlich unseren Förderern, der Erich Mundstock Stiftung & Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche

 

Sandra Masemann, 01.02.2016