Übergang von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen

Hier finden sie die Informationen zu den Abläufen nach der 4. Klasse beim Wechsel auf die weiterführenden Schulen.

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Einführung

Stand: 04.06.2019

Alle Schülerinnen und Schüler wechseln nach dem 4. Schuljahrgang in eine weiterführende Schule. Die Erziehungsberechtigten wählen eigenverantwortlich die weiterführende Schule aus. Auf Elternabenden im 1. Schulhalbjahr der 4. Klasse werden alle Erziehungsberechtigten über Bildungsauftrag, Leistungsanforderungen, Arbeitsweise, und Abschlüsse der weiterführenden Schulen und mögliche Schulformwechsel informiert.

Bei ihrer Entscheidung werden die Erziehungsberechtigten und die Schülerinnen und Schüler im 4. Jahrgang durch zwei verbindlich vorgeschriebene Beratungsgespräche unterstützt. In diesen Gesprächen werden sie von der Klassenlehrkraft und manchmal einer Fachlehrkraft über die individuelle Lernentwicklung informiert und über die Wahl der weiterführenden Schulform und deren Bildungsgänge beraten. Ziel ist dabei, Unterstützung und Orientierung im Hinblick auf die Wahl der weiterführenden Schule zu geben. Auf Wunsch der Erziehungsberechtigten gibt die Schule eine Empfehlung. Außerdem werden auch alternative Wege zu dem gewünschten Schulabschluss besprochen.

Die wesentlichen Ergebnisse der Gespräche werden von der Schule schriftlich dokumentiert. Eine Ausfertigung erhalten die Erziehungsberechtigten, ein weiteres Exemplar wird an die weiterführende Schule weitergegeben.

Beratungsgespräche

Lehrerinnen und Lehrer beobachten während der gesamten Grundschulzeit die individuelle Lernentwicklung, das schulische Leistungsvermögen sowie das Arbeits- und Sozialverhalten jedes Kindes sorgfältig. Alle Erkenntnisse werden in der Dokumentation zur Lernentwicklung und in den Zeugnissen festgehalten.

Die folgenden vier Kriterien sind für die Beratungsgespräche gleichermaßen bedeutsam:

  1. Leistungsstand

Maßgebend sind die auf den letzten Zeugnissen nachgewiesenen Leistungen.

  1. Lernentwicklung während der Grundschulzeit

Während der gesamten Grundschulzeit wird die individuelle Lernentwicklung jeder Schülerin und jedes Schülers dokumentiert. Da in einer Klasse mindestens zwei Lehrkräfte unterrichten, stehen für die Einschätzung der Lernentwicklung eines Kindes unterschiedliche Wahrnehmungen und Erfahrungen zur Verfügung. Somit fließt die Sichtweise mehrerer Lehrkräfte und nicht nur der Klassenlehrerin mit ein.
Gespräche der Lehrkräfte zur Beurteilung der Lernentwicklung sind nicht auf die  Konferenzen beschränkt, sondern finden regelmäßig statt.

  1. Arbeits- und Sozialverhalten

Das Arbeits- und Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler wird während der gesamten Grundschulzeit in Beobachtungsbögen dokumentiert.

  1. Erkenntnisse aus den Gesprächen mit den Erziehungsberechtigten

Folgende Aspekte können bedeutsam sein:

  • Vergleich der schulischen Beobachtungen (siehe oben, Kriterien 2 und 3) mit denen der Erziehungsberechtigten
  • Berücksichtigung von außerschulischen Einflüssen im Hinblick auf die bisherige Lernentwicklung (z.B. einschneidende familiäre Ereignisse)

Bei der Schulwahl-Entscheidung ist immer die Gesamtpersönlichkeit des Kindes zu berücksichtigen.
Es darf also nicht allein ein Kriterium ausschlaggebend sein.

        und

Die Schule informiert, gibt Orientierung, unterstützt und berät,
die Eltern entscheiden!

Zusammenarbeit mit den Schülerinnen, Schülern

Die Kinder werden in geeigneter Form in die Gespräche mit einbezogen. In Einzelgesprächen wird mit jedem Kind über seine Lernentwicklung, seine aktuelle Leistung und seine Wünsche gesprochen. Die Schülerinnen und Schüler werden zu den Beratungsgesprächen mit den Eltern eingeladen.

Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen

Um den Schülerinnen und Schülern einen pädagogisch abgesicherten Übergang in eine weiterführende Schulform zu ermöglichen und einen kontinuierlichen Bildungsgang zu gewährleisten, stimmen sich die Grundschulen mit den weiterführenden Schulen in regelmäßigen Gesprächen ab. Inhalte dieser Gespräche sind Lehrpläne und Anforderungen der Fächer und Erörterung der Lernentwicklung einzelner Kinder.

Anmeldung an den weiterführenden Schulen

Die Eltern oder Erziehungsberechtigten melden ihr Kind bei einer weiterführenden Schule an. Die Anmeldungstermine werden von der Grundschule rechtzeitig bekannt gegeben. Sie liegen kurz vor den Jahreszeugnissen der Klasse 4.

Rechtliche Vorgaben

  • Niedersächsisches Schulgesetz, NSCHG in der Fassung vom 03.03.1998 zuletzt geändert durch Art. I des Gesetztes vom 03.06.2015
  • Ergänzende Bestimmungen zur Durchlässigkeits- und Versetzungsordnung,
    Erl. d. MK vom 19.06.1995, zuletzt geändert durch RdErl. V. 19.11.2003 - 303-83211
  • Die Arbeit in der Grundschule, Erl. d. MK vom 01.09.2015

Anlage: Termine

Angelika Beinroth, Rektorin, 04.06.2019