Unser Beratungskonzept

Stand: 03.11.2015

Inhalt:

1. Grundlagen

2. Welches Ziel hat unsere Beratung?

3. Wer berät wen und wer hat welche Aufgaben?

3.1 Schulleitung
3.2 Klassenlehrkräfte / Fachlehrkräfte
3.3 Schulsozialarbeit
3.4 Beratung durch die "2. Chance"
3.5 Beratungslehrkraft

 4. Ergänzende Aufgaben

4.1 Schulsozialarbeit
4.2 Beratungslehrkraft
4.3 Wie arbeiten wir zusammen?

5. Übersicht

6. Beispiele

6.1 Raucher-Entwöhnungsprogramm "Just 4 U - don't smoke, be free
6.2 Konfliktlotsenarbeit an der GHS Pestalozzistraße
6.3 Gewaltprävention an der GHS Pestalozzistraße

 

1. Grundlagen:

Erlass des MK vom 01.11.2006, Schulverwaltungsblatt Nr. 11/2006, Seite 413:
Im System Schule findet Beratung in fast allen Bereichen statt und greift dort ineinander über. Insbesondere in den Bereichen der Prävention und individueller Hilfeleistungen führt das zu Überschneidungen der Tätigkeiten der Fachkräfte. Das erfordert einen stetigen Austausch und zielführende Absprachen. Auch an unserer Schule entwickeln sich Beziehungen, in denen Beratung in unterschiedlichster Form geschieht, immer wieder neu. Viele dieser Beziehungen bestehen gleichbleibend lange Zeit. Auch schulübergreifend sind sie vorhanden.

 

2. Welches Ziel hat unsere Beratung?

Das System Schule ist, wie jedes System, anfällig für Störungen. Beziehungsstörungen in unterschiedlichsten Varianten können in allen Bereichen auftreten, zum Beispiel zwischen Eltern und Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften untereinander. Das Bewusstsein um diese Störanfälligkeit definiert die Notwendigkeit und die Aufgabe der Beratung. Unser Ziel ist es, diese Störungen mit Hilfe der Beratung zu verringern oder zu beseitigen. Unser großes Ziel heißt durch geeignete präventive Maßnahmen und Projekte die Störungen gar nicht auftreten zu lassen.

 

3. Wer berät wen und wer hat welche Aufgaben?

3.1 Schulleitung

Die Schulleitung trägt die Gesamtverantwortung. Sie kann als Autoritätsperson von sich aus aktiv werden und einschreiten. Treten Konflikte auf, so kann sie:

  • Ratschläge und Hilfen anbieten
  • Grenzen setzen und klare Sanktionen aussprechen
  • Höhere Instanzen einschalten.

3.2 Klassenlehrkräfte / Fachlehrkräfte

Klassen- und Fachlehrkräfte beraten vorrangig die Schülerinnen und Schüler aus ihrem Unterricht und deren Eltern.

Sie informieren die Eltern über Verhalten der Schüler und Schülerinnen und den Stand der Leistung und die Probleme, die dabei evtl. auftreten. Sie geben Ratschläge und Hilfestellungen, verweisen z.B. auch auf die Möglichkeit, ein Gespräch mit der Beratungslehrerin zu führen.

Der Klassen- oder Fachlehrkraft kann und muss sich in besonders problematischen Fällen an die Schulleitung wenden und kann sich dort bei Bedarf „Rückendeckung holen“.

Der Klassen- oder Fachlehrkraft kann jederzeit auch das Gespräch mit der Beratungslehrerin suchen und/oder eine Klassenkonferenz einberufen. Außerdem kann er den betroffenen Eltern nahe legen, sich an außerschulische Beratungsstellen zu wenden (z.B. schulpsychologischer Dienst, Herr Meyer, Erziehungsberatung).

3.3 Schulsozialarbeit

Der Schulsozialpädagoge berät Schüler und Eltern der Hauptschule, Lehrkräfte, Schulleitung, Kooperationspartner, Praktikanten, pädagogische Mitarbeiter. Der Schulsozialpädagoge nach den Braunschweiger Standards für die Schulsozialarbeit.

Zum Beispiel berät er:

Schülerinnen und Schüler bei:

  • Problemen mit sich selbst, in der Familie oder Freunden
  • bei persönlichen  Konfliktsituationen oder Schwierigkeiten in der Schule
  • bei der Kontaktaufnahme zu anderen Institutionen und Einrichtungen
  • beim Übergang Schule in den Beruf

Eltern:

  • In Erziehungs- und Lebensfragen
  • bei der Vermittlung von passenden Kontakten zu außerschulischen Einrichtungen
  • bei der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Sorgeberechtigten  und Schule

Lehrerinnen und Lehrer:

  • bei Projekten
  • bei Konflikten
  • bei Fragestellungen zur Jugendhilfe
  • in Form der kollegialen Beratung

Die Aufgaben unterscheiden sich von den Aufgaben der anderen Personen dadurch, dass der Sozialpädagoge von Schülerinnen und Schülern weder fachliche Leistung erwartet noch diese beurteilen muss.

3.4 Beratung durch die „2. Chance“

Der Mitarbeiter der 2. Chance berät Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren, die den Schulbesuch verweigern oder bei denen sich Unterrichtsfehlzeiten mit entsprechenden Leistungsverweigerungen häufen. Ebenso berät er die Eltern dieser Schülerinnen und Schüler.

Aktive und passive Schulverweigerer sollen durch den „Mitarbeiter der 2. Chance“ zum regelmäßigen Schulbesuch motiviert werden.

Die Anzahl der Jugendlichen, die die Schule ohne Berufsschulabschluss verlassen, soll nachhaltig gesenkt werden. Dabei kommen zum Einsatz: Einzelfallhilfe, Hausbesuche, Schulwegbegleitdienst, Nachhilfe und Sozialtraining , freizeitpädagogische Aktivitäten, Vermittlung weitere Jugendhilfemaßnahmen und Zusammenarbeit mit Eltern.

Auch dieser Mitarbeiter unterrichtet nicht und erwartet vom Schüler keine fachlichen Leistungen.

3.5 Beratungslehrkraft:

Die Beratungslehrkraft berät Schüler, Eltern und Lehrkräfte beider Schulformen und die Konfliktlotsen.

Die Aufgabe der Beratungslehrkraft ist Zuhören und Beraten. Die Gesprächspartner können dabei gemeinsam Lösungsansätze entwickeln.

Die Beratungslehrkraft informiert auch über die Möglichkeit von außerschulischen Beratungsstellen.

Beratung ist ein Angebot und beruht darauf, dass alle freiwillig daran teilnehmen. Alle Gespräche werden von den Teilnehmern streng vertraulich behandelt

 

4. Ergänzende Aufgaben

4.1 Schulsozialarbeit

Durch die Schulsozialarbeit werden folgende Projekte angeboten:

  • Maßnahmen zur Gewaltprävention, wie: „Schritte gegen Tritte“, „Faustlos“, Ausbildung und Betreuung der Konfliktlotsen
  • Maßnahmen zum Sozialtraining (mit Elementen aus der Erlebnispädagogik.

4.2 Beratungslehrkraft

Die Beratungslehrkraft organisiert Veranstaltungen für Schulklassen wie z. B: Nichtrauchertraining, Besuch von Jugendberatungsstellen, Alkoholprävention.

4.3 Wie arbeiten wir zusammen?

Der Austausch zwischen den Beratungsebenen findet bei Bedarf statt.

Darüber hinaus haben wir uns auf folgende regelmäßige Treffen geeinigt:

  • Schulsozialpädagoge, Mitarbeiter der 2. Chance, Beratungslehrkraft und Schulleitung treffen sich monatlich zum Austausch von aktuellen Maßnahmen und Projekten und zur weiteren Planung der Beratungsarbeit.
  • Schulsozialpädagoge und Mitarbeiter „2.Chance“ stellen ihre Arbeit/Projekte auf Lehrerversammlungen vor.

 

5. Übersicht

 

 

Schulleitung

Schulsozialarbeit

Beratungslehrkraft

2.Chance

Name

Angelika Beinroth

Christiane Wiesner

Henning Passier

NN

Michael Fischer

Erreichbarkeit

Zeit

Täglich:

8.00 Uhr – 14.00 Uhr

Täglich:

9.30 – 14.30 Uhr

 

Täglich:

8.30 – 12.30 Uhr

Raum

Raum 115

110 (Büro Sozialarbeit)

 

214 (Büro 2. Chance)

Kontaktdaten

Tel.: 0531 2082430

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Tel.:0531 1216142

Mo: 01622493130

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Tel.: 0531 20824323

Mo:  0173 9198531

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Zielgruppen

Alle Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte

Außerschulische Partner

Schülerinnen und Schüler,
Eltern (HS), Lehrkräfte,

außerschulische Partner

Alle Schülerinnen und Schüler,
Eltern, Lehrkräfte

Schüler/Schülerinnen ab 12 Jahren mit Verweigerung des Schulbesuchs, deren Eltern und andere Schulen und Schulformen

Schwerpunkte der Arbeit

Alle Angelegenheiten der Schule

Beratung

Einzelfallberatung

Alkoholprävention

Nichtrauchertraining

 

Beratung und Betreuung

Beispiele

 

Projekte

Gewaltprävention

 Netzwerkarbeit

Ausbildung und Betreuung von Konfliktlosen Zusammenarbeit mit Beratungsstellen

 

Einzelfallhilfe, Nachhilfe, Sozialtraining,

Vermittlung weiterer Jugendhilfemaßnahmen

 

 

6. Beispiele

6.1 Raucher-Entwöhnung mit dem Programm „Just 4 U – don´t smoke, be free

Das Programm wurde von der Niedersächsischen Landesstell für Suchtfragen und von der IHK Niedersachsen speziell für Jugendliche in Schulen entwickelt.

Es besteht aus vier Kurseinheiten, die in ca. sechs Schulstunden bearbeitet werden können. Teilnehmer sind Schüler und Schülerinnen, die wiederholt gegen das schulische Rauchverbot verstoßen haben.

Aufwand:        jeweils eine Beratungsstunde pro Woche
Ort:                 Schülerbücherei (Raum 207)
Kursleitung:    NN

 

6.2 Konfliktlotsenarbeit an der GHS Pestalozzistraße

Was sind Konfliktlotsen?

Konfliktlotsen sind Streitschlichter! Sie sind Schüler, die bei Konflikten zwischen Mitschülern und Mitschülerinnen einvernehmlich vermitteln können.

Wozu sind sie da und was ist ihre Aufgabe?

Sie sind dazu da, um Mitschülern bei Streitigkeiten in der Schule zu helfen. Ziel ist es, im Gespräch eine sogenannte  „Win-Win-Lösung“ zu erreichen, mit der beide Streitparteien einverstanden sind.

Warum sind sie keine Schulhofpolizei?

Weil sie nicht dazu bestimmt sind, auf die Kinder/Jugendlichen aufzupassen und einzuschreiten, sondern die Schüler kommen freiwillig zu ihnen!

Wo kann man die Konfliktlotsen aufsuchen?

Die Konfliktlotsen sind im Raum 110 (Raum des Schulsozialarbeiters Herr Passier) anzutreffen.

Wann kann man sie dort antreffen?

Der Raum  ist jeden Tag  in der  zweiten großen Pause ( 11.25 – 11.45Uhr )  von  mindestens zwei Konfliktlotsen besetzt.

Was sind die Regeln bei den Konfliktlotsen?

Freiwilligkeit
Gegenseitig ausreden lassen!
Alle haben die sogenannte Schweigepflicht!
Jegliche Beleidigungen und Formen der verbalen und körperlichen Gewalt sind verboten!

Sind alle Beteiligten mit den Regeln einverstanden?

Die Konfliktlotsen haben eine 5-tägige Intensivschulung „Mediation“ als Grundlage der Ausbildung zum Konfliktlotsen erfolgreich absolviert. Der Umfang der Ausbildung betrug 36 Ausbildungsstunden. Über die Teilnahme an der Intensivschulung „Mediation“ als Grundlage der Ausbildung zum Konfliktlotsen wurden alle Teilnehmer mit einem Zertifikat ausgezeichnet!
Konfliktlotsen haben auch noch andere Aufgaben,  beispielsweise kümmern sie sich um die Schüler und Schülerinnen der jeweiligen neuen ersten und  fünften Klassen. Diese nennen sich Patenklassen. Das heißt es sind immer zwei Konfliktlotsen für eine Patenklasse zuständig. 

Diese Beschreibung wurde von den Konfliktlotsen mit Hilfe ihrer Coaches entwickelt.

 

6.3 Gewaltprävention an der GHS Pestalozzistraße

Die Bedeutung der Gewaltfreiheit kann nur dann wirksam vermittelt werden, wenn darüber auch Konsens mit den Eltern besteht. Aktive Elternarbeit und die partnerschaftliche Diskussion der Erziehungsziele und –maßnahmen gehören deshalb zu den grundlegenden gewaltpräventiven Maßnahmen.  Das Leitbild der Schule und die verabredeten Erziehungsmaßnahmen dokumentieren schulische Werteerziehung und Erziehung zum sozialen Verhalten.

 Grundschule

  • Alle Klassen nehmen am Projekt „Faustlos“ mit wöchentlich 1 Std. teil. Die Schüler dürfen die Konfliktlotsen aufsuchen. In der Regel werden Konflikte im Klassenrat oder im Schüler – Lehrergespräch gelöst. Die Konfliktlotsen stellen sich den Grundschülern vor.
  • Außerdem werden Patenschaften aus der 9./10. Klasse eingerichtet, deren Schüler und Schülerinnen von den Grundschülern bei Konflikten und anderen Problemen um Hilfe gebeten werden können.

 

 5. Klassen

  • Zunächst Einstiegswoche mit Sozialtrainings ( evtl. Klassenfahrt)
  • Sozialtraining (Lotte-Lemke-Schule der AWO)
  • Planspiel Gewalt (Fr. Jäger/Polizei)
    Vernetzung mit Hilfeeinrichtungen wie FK 6,
    Staatsanwaltschaft, FB 51, Jugendberatungsstellen
  • Faustlos
  • Projekttag zum Thema „Jugendsozialarbeit“ durchgeführt  vom Schulsozialarbeiter

 6. Klassen

  • Sozialtraining (Lotte-Lemke-Schule der  AWO )
  • Faustlos

 7. Klassen

  • Konfliktlotsenausbildung
  • „Schritte gegen Tritte“
  • 2 ganztägige Seminare zum Thema „Gewalt“
  • Veranstaltung zum Thema „Jugendschutz“

 8. Klassen

  • Konfliktlotsenausbildung
  • Tag bei Mondo X (Jugendberatungsstelle)
  • Suchtprävention

 jahrgangsübergreifend

  • Sport statt Gewalt
  • Pesta- Cup
  • Teilnahme am Nachtlauf
  • Projekttage
  • Würdigung von Sozialverhalten bei der Abschlussfeier
  • Arbeitsgemeinschaft Konfliktlotsen
  • Ausbildung Schulsanitäter
  • Just for you (Anti-Raucher-Projekt)

 

 

Angelika Beinroth, Rektorin        Henning Passier, Sozialpädagoge