Unser Beratungskonzept

Stand: 26.04.2019

Inhalt:

1. Grundlagen

2. Welches Ziel hat unsere Beratung?

3. Wer berät wen und wer hat welche Aufgaben?

3.1 Schulleitung
3.2 Klassenlehrkräfte / Fachlehrkräfte
3.3 Schulsozialarbeit
3.4 Beratungslehrkraft

 4. Ergänzende Projekte

4.1 Schulsozialarbeit
4.2 Beratungslehrkraft
4.3 Beratungsteam und Trainingsraumarbeit
4.3 Wie arbeiten wir zusammen?

5. Übersicht

6. Anlagen

6.1 Ansprechpartner im Bereich Sozialarbeit
6.2 Projektbeispiele

 

1. Grundlagen:

Erlass des MK vom 01.11.2006, Schulverwaltungsblatt Nr. 11/2006, Seite 413:
Im System Schule findet Beratung in fast allen Bereichen statt und greift dort ineinander über. Insbesondere in den Bereichen der Prävention und individueller Hilfeleistungen führt das zu Überschneidungen der Tätigkeiten der Fachkräfte. Das erfordert einen stetigen Austausch und zielführende Absprachen. Auch an unserer Schule entwickeln sich Beziehungen, in denen Beratung in unterschiedlichster Form geschieht, immer wieder neu. Viele dieser Beziehungen bestehen gleichbleibend lange Zeit. Auch schulübergreifend sind sie vorhanden.

2. Welches Ziel hat unsere Beratung?

Das System Schule ist, wie jedes System, anfällig für Störungen. Vielfältige individuelle Problemlagen und Beziehungsstörungen in unterschiedlichsten Varianten können in allen Bereichen auftreten, zum Beispiel zwischen Eltern und Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Das Bewusstsein um diese Störanfälligkeit definiert die Notwendigkeit und die Aufgabe der Beratung. Unser Ziel ist es, diese Problemlagen mit Hilfe der Beratung zu verringern oder zu beseitigen. Präventive Maßnahmen und Projekte sollen bereits im Vorfeld unseren Schülerinnen und Schülern eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglichen.

3. Wer berät wen und wer hat welche Aufgaben?

3.1 Schulleitung

Die Schulleitung trägt die Gesamtverantwortung. Sie kann als Autoritätsperson von sich aus aktiv werden und einschreiten. Treten Konflikte auf, so kann sie:

  • Ratschläge und Hilfen anbieten
  • Grenzen setzen und klare Sanktionen aussprechen
  • Höhere Instanzen einschalten.

3.2 Klassenlehrkräfte / Fachlehrkräfte

Klassen- und Fachlehrkräfte beraten vorrangig die Schülerinnen und Schüler aus ihrem Unterricht und deren Eltern.

Sie informieren die Eltern über Verhalten der Schüler und Schülerinnen und den Stand der Leistung und die Probleme, die dabei evtl. auftreten. Sie geben Ratschläge und Hilfestellungen, verweisen z.B. auch auf die Möglichkeit, ein Gespräch mit der Beratungslehrerin zu führen.

Der Klassen- oder Fachlehrkraft kann und muss sich in besonders problematischen Fällen an die Schulleitung wenden und kann sich dort bei Bedarf „Rückendeckung holen“.

Die Klassen- oder Fachlehrkraft kann jederzeit auch das Gespräch mit der Beratungslehrkraft und der Sozialpädagogik suchen und/oder eine Klassenkonferenz einberufen. Außerdem kann sie den betroffenen Eltern nahe legen, sich an außerschulische Beratungsstellen zu wenden (z.B. Schulpsychologie, Erziehungsberatung).

3.3 Schulsozialarbeit

Die Schulsozialpädagogik berät Schülerinnen, Schüler und Eltern der Grund- und Hauptschule, Lehrkräfte, Schulleitung, Kooperationspartner, Praktikanten, pädagogische Mitarbeiter.

Zum Beispiel berät sie:

Schülerinnen und Schüler bei:

  • Problemen mit sich selbst, in der Familie oder Freunden
  • bei persönlichen  Konfliktsituationen oder Schwierigkeiten in der Schule
  • bei der Kontaktaufnahme zu anderen Institutionen und Einrichtungen
  • beim Übergang Schule in den Beruf

Eltern:

  • bei Schulmüdigkeit bzw. Schulverweigerung
  • In Erziehungs- und Lebensfragen
  • bei der Vermittlung von passenden Kontakten zu außerschulischen Einrichtungen
  • bei der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Sorgeberechtigten  und Schule

Lehrerinnen und Lehrer:

  • bei Projekten
  • bei Konflikten
  • bei Fragestellungen zur Jugendhilfe
  • in Form der kollegialen Beratung

Die Aufgaben unterscheiden sich von den Aufgaben der anderen Personen dadurch, dass die Sozialpädagogen von Schülerinnen und Schülern weder fachliche Leistung erwartet noch diese beurteilen müssen.
Die Sozialpädagogik arbeitet nach den Braunschweiger Standards für Schulsozialarbeit und dem Erlass für schulische Sozialarbeit vom 1.8.2017, sowie der Handreichung für den Einsatz sozialpädagogischer Fachkräfte im niedersächsischen Landesdienst vom 9.5.2018.

3.4 Beratungslehrkraft:

Die Beratungslehrkraft berät Schüler, Eltern und Lehrkräfte bei der Schulformen und die Konfliktlotsen.

Die Aufgabe der Beratungslehrkraft ist Zuhören und Beraten. Die Gesprächspartner können dabei gemeinsam Lösungsansätze entwickeln.

Die Beratungslehrkraft informiert auch über die Möglichkeit von außerschulischen Beratungsstellen.

Beratung ist ein Angebot und beruht darauf, dass alle freiwillig daran teilnehmen. Alle Gespräche werden von den Teilnehmern streng vertraulich behandelt.

4. Ergänzende Projekte

4.1 Schulsozialarbeit

Durch die Schulsozialarbeit werden folgende Projekte und Maßnahmen angeboten:

  • Maßnahmen zur Gewaltprävention, wie: „Planspiel Gewalt“, „Faustlos“, Ausbildung und Betreuung der Konfliktlotsen
  • Maßnahmen zum Sozialtraining (mit Elementen aus der Erlebnispädagogik.
  • Begleitung beim Übergang Schule – Beruf
  • Akquise und Betreuung außerschulischer Kooperationspartner, z.B. AWO-Sozialtraining, Rapflektion, VW-Projekt „Schüler für Technik begeistern“

4.2 Beratungslehrkraft

Die Beratungslehrkraft organisiert Veranstaltungen für Schulklassen wie z. B: Nichtrauchertraining, Besuch von Jugendberatungsstellen, Alkoholprävention.

4.3 Beratungsteam und Trainingsraumarbeit

Im Zuge der anstehenden Aufgaben, die die Inklusive Schule leisten muss, hat sich 2017 ein Beratungsteam aus Lehrkräften und Sozialpädagogen gebildet. Die erste Aufgabe für das Beratungsteam ist die Konzeption und Realisierung des Trainingsraumprogramms.

4.4 Wie arbeiten wir zusammen?

Der Austausch zwischen den Beratungsebenen findet bei Bedarf statt.

Darüber hinaus haben wir uns auf folgende regelmäßige Treffen geeinigt:

  • Schulsozialpädagogik, Beratungslehrkraft und Schulleitung treffen sich monatlich zum Austausch über aktuellen Maßnahmen und Projekten und zur weiteren Planung der Beratungsarbeit.
  • Die Schulsozialpädagogik stellt ihre Arbeit/Projekte auf Dienstbesprechungen und Gesamtkonferenzen vor.

5. Übersicht

 

Schulleitung

Klassenl.- / Fach-kräfte

Schulsozialarbeit

Beratungslehrkraft

Name

Angelika Beinroth

Christiane Wiesner

 

Getta Rühmann-Krüger, Jessica Büsing

NN

Erreich-barkeit
Zeit

Täglich:
8.00 Uhr – 14.00 Uhr

 

täglich

 

Raum

Raum A128

 

A109

 

Kontaktdaten

Tel.: 0531 2082430

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Tel.:     0531 1216142
            208243-19
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Zielgruppen

Alle Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte,
Außerschulische Partner

 

Schülerinnen und Schüler, Eltern und Erziehungs-berechtigte, Lehrkräfte,
außerschulische Partner

Alle Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte

Schwer-punkte der Arbeit

Alle Angelegenheiten der Schule

 

Beratung und Unterstützung

Einzelfallberatung

Beispiele

 

 

Projekte:
    Konfliktlotsen
    Gewaltprävention
    Sozialtraining
    Netzwerkarbeit

Ausbildung und Betreuung von Konfliktlosen Zusammenarbeit mit Beratungsstellen

 

6. Anlagen

6.1 Ansprechpartner im Bereich Schulsozialarbeit

Maßnahme

Ansprechpartner

Anschrift

Schulpsychologie

Dushe

 

Schulsozialarbeit

 

Getta Rühmann-Krüger

 

Offene Ganztagsgrundschule
und Hauptschule Pestalozzistraße
Pestalozzistraße 18
38114 Braunschweig

Kommunale Schulsozialarbeit

Jessica Büsing

Offene Ganztagsgrundschule
und Hauptschule Pestalozzistraße
Pestalozzistraße 18
38114 Braunschweig

Jugendförderung (Leiterin)

 

Monika  Schlegel

Stadt Braunschweig
Fb: Kinder, Jugend und Familie
Eiermarkt 4-5
38100 Braunschweig

Präventionsrat

Jugendschutz

Gewalt- und Suchtprävention

Projekte  /   CTC

Thomas Seliger
Kara Gödeke
Lisa Michaelsen

Stadt Braunschweig
Fb: Kinder, Jugend und Familie
Eiermarkt 4-5
38100 Braunschweig

Berufsvorbereitungstraining
Im Rahmen von BOBS
(Berufsorientierung in BS)
 Ort: Jugendzentrum Rühme

Wiebke Fleck
Sonja Buchwald

Stadt Braunschweig
Fb: Kinder, Jugend und Familie
Eiermarkt 4-5
38100 Braunschweig

Schulverweigerung
   „Die 2. Chance“

 

 

Schulverein

Regina Yildiz
Birthe Reimer
Marek Piontek
Bernd Zemke
Heiko Heberlein

Stadt Braunschweig
Fb: Kinder, Jugend und Familie
An der Martinikirche 1-3
38100 Braunschweig

GHS Pestalozzistraße

Kompetenzagentur
Ort: Mühle

 

 

Stefanie Slewar
Alexandra Mewes
Annette Tutas
Gesa Lüdtke
Kathrin Knoll

Stadt Braunschweig
Fb: Kinder, Jugend und Familie
Eiermarkt 4-5
38100 Braunschweig

Kompetenzagentur Plus

Patrizia Poppe
Katrin Sallmann

Stadt Braunschweig
Fb: Kinder, Jugend und Familie
Eiermarkt 4-5
38100 Braunschweig

Musikpprojekte:
 Rapflektion

Klaus Gelhaar
Carlos Utermöhlen

Tonstudio Löwenherz
Kinder- und Jugendzentrum B58 Bültenweg 58

Nachmittagsangebote
Grundschule
Mädchenarbeit
Projektarbeit

Ekki Nöring (Leiter)
Ulrike Schulze
Lili Janzer-Lobermeier
Simon Stapper

Kinder- und Jugendzentrum Mühle
An der Neustadtmühle 3
38100 Braunschweig

AWO /Kinder,Jugend und  Familie
Förderzentrum Lotte Lemke
 (Beratungsteam)

 

Frank Wangerin
Albert Dominic
Cornelia Buchholz
Christian Kerk

AWO- Bezirksverband
Braunschweig e.V.
Peterskamp 21
38108 Braunschweig

Jugendberatungsstellen:
 Mondo X
„Selbstvertrauen stärken“
http://www.mondo-x.de/

Erziehungs-, Familien und Jugendberatung

 

 

 

Mondo X
Paul-Jonas-Meierstraße 42
38104 Braunschweig

 

Domplatz 4
38100 Braunschweig
        oder
Jasperallee 44
38102 Braunschweig

Planspiel Gewalt
Polizeiinspektion Braunschweig

Liane Jäger
Ines Fricke

Polizeiinspektion Braunschweig
Präventionsteam
Friedrich-Voigtländer-Str. 42
38104 Braunschweig

Berufseinstiegsbegleitung

Anne Pohl
Carolin Neubert
Anke Hoffmann-Coordes

Oskar-Kämmer-Schule
Heinrich-Büssing-Ring 41f
38102 Braunschweig

LOT - Theater

NN

Kaffeetwete 4
38100 Braunschweig

Berufsorientierung in Braunschweig (BOBS)

Attila Acar

Ausbildungswerkstatt
Salzdahlumer Str. 196
38126 Braunschweig

Elternpraktikum

Andrea Nimmerriter-Mroschek

Astrid Schrader

Sozialdienst kath. Frauen
Kasernenstr. 30
38102 Braunschweig

Lesepaten
Leseförderung an BS-Grundschulen

 

Bürgerstiftung Braunschweig
Löwenwall 16
38100 Braunschweig

Klasse 2000

 

Lions Club Braunschweig
Hermann Fischer

United Kids Foundation

Schulische Ansprechpartner:
Adam Neumann
Patrizia Bathge

United Kids Foundation
c/o Volksbank BraWo
38143 Braunschweig

 

6.2     Projektbeispiele

6.2.1  Konfliktlotsenarbeit an der GHS Pestalozzistraße

Was sind Konfliktlotsen?

Konfliktlotsen sind Streitschlichter! Sie sind Schüler, die bei Konflikten zwischen Mitschülern und Mitschülerinnen einvernehmlich vermitteln können.

Wozu sind sie da und was ist ihre Aufgabe?

Sie sind dazu da, um Mitschülern bei Streitigkeiten in der Schule zu helfen. Ziel ist es, im Gespräch eine sogenannte  „Win-Win-Lösung“ zu erreichen, mit der beide Streitparteien einverstanden sind.

Warum sind sie keine Schulhofpolizei?

Weil sie nicht dazu bestimmt sind, auf die Kinder/Jugendlichen aufzupassen und einzuschreiten, sondern die Schüler kommen freiwillig zu ihnen!

Wo kann man die Konfliktlotsen aufsuchen?

Die Konfliktlotsen sind im Raum A109 anzutreffen.

Wann kann man sie dort antreffen?

Der Raum  ist jeden Tag  in der  zweiten großen Pause ( 11.25 – 11.45 Uhr )  mit  mindestens zwei Konfliktlotsen besetzt.

Was sind die Regeln bei den Konfliktlotsen?

Gegenseitig ausreden lassen!
Alle haben die sogenannte Schweigepflicht!
Jegliche Beleidigungen und Formen der verbalen und körperlichen Gewalt sind verboten!

Sind alle Beteiligten mit den Regeln einverstanden?

Die Konfliktlotsen haben eine 5-tägige Intensivschulung „Mediation“ als Grundlage der Ausbildung zum Konfliktlotsen erfolgreich absolviert. Der Umfang der Ausbildung betrug 36 Ausbildungsstunden. Über die Teilnahme an der Intensivschulung „Mediation“ als Grundlage der Ausbildung zum Konfliktlotsen wurden alle Teilnehmer mit einem Zertifikat ausgezeichnet!

Konfliktlotsen haben auch noch andere Aufgaben

Beispielsweise kümmern sie sich um die Schüler und Schülerinnen der jeweiligen neuen ersten und fünften Klassen. Diese nennen sich Patenklassen. Das heißt es sind immer zwei Konfliktlotsen für eine Patenklasse zuständig. 

Diese Beschreibung wurde von den Konfliktlotsen mit Hilfe ihrer Coaches entwickelt.

6.2.2   Gewaltprävention an der GHS Pestalozzistraße

Die Bedeutung der Gewaltfreiheit kann nur dann wirksam vermittelt werden, wenn darüber auch Konsens mit den Eltern besteht. Aktive Elternarbeit und die partnerschaftliche Diskussion der Erziehungsziele und –maßnahmen gehören deshalb zu den grundlegenden gewaltpräventiven Maßnahmen.  Das Leitbild der Schule und die verabredeten Erziehungsmaßnahmen dokumentieren schulische Werteerziehung und Erziehung zum sozialen Verhalten.

 Grundschule

  • Alle Klassen nehmen am Projekt „Faustlos“ mit wöchentlich einer Stunde teil. Die Schüler dürfen die Konfliktlotsen aufsuchen. In der Regel werden Konflikte im Klassenrat oder im Schüler – Lehrergespräch gelöst. Die Konfliktlotsen stellen sich den Grundschülern vor.
    Außerdem werden Patenschaften aus dem Kreis der Konfliktlotsee eingerichtet. Die Paten können von den Grundschülern bei Konflikten und anderen Problemen um Hilfe gebeten werden.

 5. Klassen

  • Zunächst Einstiegswoche mit Sozialtrainings
     ( evtl. Klassenfahrt)
  • Sozialtraining (AWO-Beratungsteam)
  • Projekttag zu verschiedenen Themen der Jugendsozialarbeit, durchgeführt von Schulsozialpädagogen

 6. Klassen

  • Sozialtraining (AWO-Beratungsteam )
  • Planspiel Gewalt

 7. Klassen

  • Konfliktlotsenausbildung
  • Sozialtraining (AWO-Beratungsteam )
  • Veranstaltung zu aktuellen Themen, z.B. „Cyber  Mobbing“

 8. Klassen

  • Konfliktlotsenausbildung

 jahrgangsübergreifend

  • Pesta- Cup
  • Teilnahme am Nachtlauf
  • Projekttage oder Veranstaltungen zu aktuellen Themen
  • Würdigung von Sozialverhalten bei der Abschlussfeier
  • Arbeitsgemeinschaft Konfliktlotsen
  • Ausbildung Schulsanitäter
  • Rapflektion